Chammünster ist ein historischer Gemeindeteil der Stadt Cham im gleichnamigen Landkreis im Regierungsbezirk Oberpfalz in Bayern. Der Ort liegt an der Bundesstraße 20 südöstlich der Kernstadt und ist Teil der weiten Kulturlandschaft des Oberen Bayerischen Waldes, der geprägt ist von sanften Hügeln, Flusstälern wie dem des Chamb und abwechslungsreichen Wald- und Agrarflächen. In Chammünster verbinden sich ländliche Siedlungsstrukturen mit einem bedeutenden sakralen Zentrum, das die geographische Lage zum Ausgangspunkt einer frühmittelalterlichen Besiedlung macht.
Die geschichtliche Entwicklung Chammünsters ist eng mit der frühmittelalterlichen Christianisierung und klösterlichen Anlagen verknüpft. Bereits im Jahr 739 stiftete Herzog Odilo von Bayern Land dem Domkloster St. Emmeram zu Regensburg, worauf Mönche die „cella apud chambe“, ein Missions- und Klosterstandort am Fluss Chamb, gründeten. Diese frühe Einrichtung bildete den Kern einer kirchlichen Organisation im Bayerischen Wald und wird als Urpfarrei der Region bezeichnet, aus der sich über die Jahrhunderte eine dauerhafte Besiedlung und kirchliche Struktur entwickelte.
Im Ortsbild von Chammünster prägt vor allem die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt das historische Zentrum, ergänzt durch die St. Anna-Kapelle und einen mittelalterlichen Karner auf dem ehemaligen Friedhofsgelände. Die Anlage zeugt von mehreren Bauphasen, die vom romanischen über frühgotische bis hin zu spätgotischen Stilelementen reichen, und dokumentiert die lange Nutzung des Ortes als kirchlicher Versammlungs- und Kultplatz. Charakteristisch sind erhaltene Taufsteine aus unterschiedlichen Epochen sowie Fresken, die Zeugnisse sakraler Kultur des späten Mittelalters darstellen. 
Chammünster ist neben seiner sakralen Bedeutung auch in den regionalen Kontext der Oberpfalz eingebettet. Die Nachbarschaft zu Cham und weiteren Gemeindeteilen am Chamb zeigt traditionelle Verkehrs- und Austauschwege, die schon im Mittelalter Handels- und Missionsbewegungen ermöglichten. Die Lage des Ortes inmitten der Wald- und Auenlandschaften des Bayerischen Waldes unterstreicht die tief verwurzelte Verbindung zwischen natürlichem Umfeld und historischer Siedlungsentwicklung in dieser Region Bayerns.